Mo–Do 7.30–17 Uhr · Fr 7.30–14 Uhroffice@123reinigung.at
Marmor & Naturstein
Wir arbeiten säurefrei, mit Musterprobe und Kompressenverfahren — für Naturstein, Terrazzo und Feinsteinzeug.
Eine Flasche Rotwein, ein unglücklicher Moment. Die Scherben sind weggeräumt, der Boden gewischt — und die matte Stelle ist geblieben.
Es sind zwei getrennte Schäden, und das wird fast immer verwechselt.
Der erste ist der Farbstoff. Er sitzt in den Poren des Steins und lässt sich herausholen.
Der zweite ist die Ätzung. Marmor ist Kalk in seiner edelsten Form, chemisch Kalziumkarbonat. Säure löst ihn auf — in Sekunden, nicht in Tagen. Die Oberfläche wird mikroskopisch rau und streut das Licht, statt es zu spiegeln. Genau das sieht man als matten Fleck. Kein Reinigungsmittel bringt ihn zurück, weil er kein Schmutz ist, sondern fehlender Stein.
Was wir nicht tun: keine sauren Reiniger, keine Universalpads, keine Behandlung ohne vorherige Probe.
Farbstoff — Kompressenverfahren. Ein saugfähiges Trägermaterial wie Kieselgur oder Zellulose wird mit einem zum Fleck passenden, säurefreien Mittel angerührt und aufgetragen. Unter Folie bleibt die Kompresse feucht. Beim langsamen Trocknen wandert der gelöste Farbstoff kapillar nach oben in das Trägermaterial und wird mit ihm abgenommen. Der Farbstoff wird herausgezogen, nicht überdeckt.
Ätzung — Nachpolitur. Die matte Stelle wird mechanisch wieder aufgebaut: gestufte Diamantpads, abschließend Polierpulver. Danach spiegelt der Stein wieder.
Vorher immer: Musterfläche an unauffälliger Stelle. Bei denkmalgeschützten Oberflächen ist das keine Vorsicht, sondern fachliche Voraussetzung.
Zwei Spezialisten, ein Termin, sauber abgesperrt. Der Rest des Hauses bleibt offen und begehbar.
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Die meisten. Entscheidend sind Einwirkdauer und Art des Stoffes. Öl, Rotwein, Rost und Blumenwasser verhalten sich unterschiedlich — deshalb die Musterprobe.
Für den Farbstoff nein. Bei der Nachpolitur der Ätzstelle laufen wir die Fläche so aus, dass kein Glanzunterschied stehen bleibt.
Kompressen brauchen je nach Fleck 24 bis 72 Stunden Einwirkzeit. Die Politur selbst ist meist an einem Tag erledigt.
Ja. Referenzen im Bereich Denkmalpflege liegen vor, Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt ist Teil des Ablaufs.
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Damit lässt sich der Aufwand häufig einschätzen, ganz ohne Vor-Ort-Termin.
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